Donnerstag, 2. September 2010

Hochtausing (1.823m) & Sonnwendköpperl (1.746m) - Bergtour am 2. September 2010 im Toten Gebirge

Zu einer wunderbaren Afterwork-Tour konnte ich heute aufbrechen. Nämlich zu einer Doppelüberschreitung des Hochtausing und des Sonnwendköpperl.

Bericht folgt...

Sonntag, 22. August 2010

Totenköpfl (2.184m) & Admonter Reichenstein (2.251m) - Klettertour im Gesäuse am 22. August 2010

Heute darf ich schon wieder eine neue Aktivität in meinem Blog einführen (Nach Eisklettern im Februar und Rennrad erst vor kurzem). Nämlich "Alpines Klettern". Ich hoffe auch stark, dass ich unter diesem Label noch viele Berichte von schönen Touren verfassen darf. Auf jeden Fall kam es wie folgt zu dieser Tour:

Nach der gestrigen Tour über den Rossschweif auf das Hochtor haben wir einige Zeit überlegt, welche Tour wir denn am Sonntag machen könnten. War anfangs geplant über den Kirchengrat auf den Ödstein zu gehen haben wir dann doch umdisponiert um uns den Kirchengrat für die Große Gesäuseüberschreitung vom Ödstein zum Hochtor aufzuheben. Ein Bergkumpel brachte dann die Möglichkeit ins Spiel den Admonter Reichenstein auf einer
leichten Klettertour über das Totenköpfl und den Ostgrat zu besteigen. Diese Idee gefiel uns sehr und auch die Länge der Tour war überschaubar. Insgesamt ca. 1000hm - davon 10 Seillängen zu klettern.
Der Anstieg vom Parkplatz knapp unterhalb der Mödlinger Hütte beginnt schön schattig im Wald, doch später, nach dem Heldenkreuz geht man eine steile Südflanke, direkt der Sonne ausgesetzt nach oben. Doch schon nach kurzer Zeit erreichen wir den Bergkamm zwischen Totenköpfl und Pfarrmauer (direkt beim Verlassen des markierten Weges gibt es noch eine erfrischende Quelle).
Der Ostgrat des Totenköpfl wird anfangs über steile Wiesen und Schrofen erreicht. Einstieg direkt vor zwei Grattürmen auf ca. 2.000m.
Diese zwei Grattürme bereits gesichert nordseitig queren und ab dem zweiten Stand gerade über die schwierigsten Stellen der Tour (III) nach oben.
Gipfel des Totenköpfl (2.184m) mit Gipfelbuch in Metallkassette. Ca. 10hm Richtung Süden absteigen bis zu den ersten Abseilhaken. Etwa 25m gerade nach unten abseilen. Auf einem schmalen Felsband Richtung Westen erkennt man dann die zweite Abseilstelle. Ganz runter bis zur Reichensteinscharte.
Ab dort dann nicht mehr ganz so schwer, dafür in brüchigerem Gelände in 5 Seillängen fast direkt auf den Gipfel des Admonter Reichenstein (2.251m). Hier haben wir die 2.+3. sowie die 4.+5. Seillänge in einem gemacht.
Alle Stände sind mit zwei Bohrhaken ausgestattet. Bei den Schlüsselstellen sind Zwischenhaken vorhanden.
Über das Panorama vom Gipfel verliere ich gar nicht viele Worte - einfach ein traumhafter Aussichtsberg.
Der Abstieg erfolgt dann über den schwierigen und immer wieder sehr ausgesetzten Normalweg. Dieser ist mit SG II bewertet. Und diese Schwierigkeit hat er auch oft über lange Abschnitte.
Sielversicherungen am Normalweg sind nirgends angebracht. Es sind jedoch bei allen schwierigen Stellen Bohrhaken angebracht.
Doch auch diesen schwierigen Abstieg haben wir irgendwann absolviert und wir kommen fertig aber glücklich bei der Mödlinger Hütte an wo wir noch mal auf unser schönes Wochenende anstossen.

Hier die Tour in Kartenformat (Klick für Vergrößerung):


Diese tollen Panorama-Bilder sind während dieser fantastischen Tour entstanden - und zwar dieses am Morgen bei der Mödlingerhütte
(Klick auf das jeweilige Bild für Vergrößerung in neuem Fenster)
:


Und diese zwei Panos vom Gipfel des Admonter Reichentein:




Zum Bildbericht gelangt Ihr mit Klick auf das folgende Bild:

Samstag, 21. August 2010

Hochtor (2.369m) via Rossschweif - Bergtour im Gesäuse am 21. August 2010

Dem Ruf Margit's zu einer Geburtstagstour ins Gesäuse sind wir am Freitag ins Gesäuse gefolgt. Und es hat sich sehr ausgezahlt. Konnten wir ja ein fantastisches Wochenende in diesem kleinen aber feinen Gebirge verbringen. Am Freitag sind wir also Nachmittags ins Johnsbachtal gereist um noch den Anstieg via Kölblwirt zur Hesshütte zu absolvieren. Kurz vor der Hesshütte liegt ja die bewirtschaftete Stadelalm, der wir natürlich auch einen Besuch abstatten mussten.
Nacht feuchtfröhlichem Abend mit Geburtstagsständchen für Margit ging es am Samstag Morgen über den Rossschweif zum höchsten Gipfel des Gesäuse. Nämlich auf das 2.369m hohe Hochtor. Der Rossschweif ist ein direkt zum Gipfel ziehender Felsgrat mit Schwierigkeiten bis zum III. Grad. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, ein bisschen Klettertechnik und auch alpine Orientierungsfähigkeit sind absolutes Muss für diese Tour.
Der Abstieg nach langer Gipfelrast erfolgte über den markierten Josefinensteig wieder zurück zur Hütte. Lustig war im Abstieg die Tatsache, dass wir nach ein paar Plaudereien mit anderen Bergsteigern drauf kamen, dass neben Kerstin direkt vor uns und hinter uns ebenfalls Physiotherapeutinnen unterwegs waren.

Nach kurzer Einkehr bei der Hesshütte sind wir noch zum Kölblwirt abgestiegen wo wir ein reichhaltiges Abendessen und eine ruhige Nacht verbringen durften. Mussten wir uns ja stärken für die morgige, noch anstrengendere Tour...

Hier die Tour in Kartenübersicht (Klick für Vergrößerung in neuem Fenster) - es waren ca. 1.550hm auf etwas 16,5km zurückzulegen:


Einen Bildbericht dieser wunderbaren Tour könnt ihr hier anschauen:


Dieses schöne Panorama konnte ich am Gipfel des Hochtores machen (Klick für Vergrößerung):

Dienstag, 10. August 2010

Einmal rund ums Tote Gebirge - Rennradtour in Oberösterreich und der Steiermark am 10. August 2010

Heute ist wieder Zeit für eine Premiere hier bei mir im Blog. Das hier wird nämlich der erste Bericht über eine Rennrad-Ausfahrt. Erst knapp über eine Woche in meinem Besitz muss das Gefährt natürlich (nach mehreren kleineren Ausfahrten im Umkreis bei mir Zuhause) gleich mal ordentlich ausgeführt werden. Und was liegt näher als das Tote Gebirge zu umrunden?

Start meiner Tour war am Bahnhof in Micheldorf. Zuerst ging es bei knackigen 12°C, ziemlichem Gegenwind und teilw. Nebel über Klaus, Windischgarsten und Spital am Pyhrn den Pyhrnpass rauf (954m).
Abfahrt nach Liezen und über Weißenbach, Wörschach und Stainach ins schöne Ausseerland.
Dort vorbei an der Skiflugschanze am Kulm, sowie den Touristenorten Tauplitz und Bad Mitterndorf nach Bad Aussee.
Dort wartet dann auch schon der nächste Anstieg auf den Pötschenpass (993m).
Rasant (93km/h Top-Speed) runter nach Bad Goisern und durch Bad Ischl entlang der Traun nach Ebensee und Gmunden. Dort ein erste Pause mit Auffüllen der Kohlehydrat- und Elektrolytspeicher um die letzten zwei nennenswerten Anstiege nach St. Konrad und auf den Ziehberg zu meistern. Zuletzt nur mehr bergab bis zum Auto.
Genau 193km bei 2.000hm sind auf dieser Runde zu absolvieren.

Ein kleiner Fotobericht ist hier abgelegt:



Hier gibt es noch ein paar Bilder meines neuen Trainingsgerätes:








Für technische Details des SCOTT CR1 PRO hier auf den Link klicken!

Sonntag, 8. August 2010

"Hintergebirge Deluxe" - Biketour im Reichraminger Hintergebirge am 8. August 2010

Die wahrscheinlich schönste Biketour die das Hintergebirge zu bieten hat haben wir uns heute vorgenommen. Nämlich von Reichraming startend zuerst rauf zur Ebenforstalm. Danach runter zur Krummen Steyrling bzw. zum Bodinggraben. Dann wieder bergauf über Steyrsteg und Weingartalm ins wilde Tal des Sitzenbaches. Dort wieder etwas bergauf und durch den Graßlalmgraben runter zum Großen Bach.

Achtung: der Abschnitt zwischen Steyrsteg und Großem Bach ist nicht als offizielle Mountainbike-Strecke freigegeben. Dort muss das Fahrrad geschoben werden.

Auf dieser Karte (Klick für Vergrößerung) kann die Route eingesehen werden:


Einen Fotobericht gibt es hier:

Sonntag, 25. Juli 2010

Sternstein (1.122m) - Biketour im Mühlviertel am 25. Juli 2010

Heute zog es mich Richtung Norden. Sehr weit nach Norden. Nämlich bis zum Sternstein. Mit "nur" 1.122m markiert er doch die höchste Erhebung des Bezirkes Urfahr-Umgebung. Und wenn man so wie ich einiges südlich der Donau startet ist es auch eine zünftige Tagestour mit 114km und ca. 1.700 Höhenmetern.

Bei recht bescheidenen 13°C starte ich an diesem wenn auch recht windigem so zumindest regenfreien Sonntag Richtung Linz. Nach Überquerung der Donau auf der Nibelungenbrücke steuere ich Richtung St. Magdalena um von dort über Oberbairing, Hellmonsödt, Sonnberg, Zwettl und Langzwettl nach Bad Leonfelden zu gelangen. Dann noch der letzte Anstieg vorbei bei der Waldschenke zum Gipfel des Sternstein. Die dortige Aussichtswarte bietet einen hervorragenden Rundumblick ins Mühlviertel und ins nahe Tschechien. Die Rückfahrt verlief ähnlich, wobei ich über Habruck nach Hellmonsödt gelangte und nach Linz die rasante Abfahrt durch den Haselgraben gewählt habe.

Klick auf die Karte für eine vergrößerte Darstellung mit der gefahrenen Route:


Ein paar Bilder gibt es hier zu sehen:


Von der Aussichtswarte aus konnte ich dieses Panorama-Bild aufnehmen:

Dienstag, 20. Juli 2010

Rabenkogel (1.059m) - Biketour am Ossiacher Tauern am 20. Juli 2010

Da heute Vormittag tiefe Wolken alle Gipfel oberhalb von etwa 1.500m einhüllten ließ ich mein Vorhaben die Saualm mit dem Rad zu befahren bleiben und fuhr von Velden aus auf den Rabenkogel.
Auf einigen über 1.000m hohen Gipfeln der Ossiacher Tauern war ich ja schon in früheren Jahren. Heute dachte ich mir wäre der richtige Zeitpunkt um auf den nächsten zu gehen bzw. zu fahren. Ich fahre also bei unserem Quartier am Oranhof in Fahrendorf weg Richtung Kranzlhofen und Kerschdorf. Immer schön der Tauernstraße folgend zweige ich kurz vor dem höchsten Punkt der Straße nach Norden auf eine Forstraße ab. Kurz danach nochmal in einen noch schmäleren Weg abgezweigt und erreiche alsbald den aussichtlosen Gipfel mitten im Wald. Nur ein kleiner Steinmann markiert seine Existenz. Retour auf gleichem Weg mit einem Abstecher zum Forstsee zur Abkühlung...

Ein paar wenige Bilder gibt es hier zu sehen:



Eine kleine Übersichtskarte kann hier vergrößert werden:

Montag, 19. Juli 2010

Jalovec (2.645m) - Bergtour in den Julischen Alpen am 19. Juli 2010

Das sogenannte Matterhorn der Julier - einen der schönsten Berge unserer Alpen (andere sagen auch: "Der ärgste Schutthatscher den es gibt") bestieg ich heute - leider wegen Wolkenaufzug mit Null Aussicht am Gipfel. Doch dieser so schöne Berg hat mich trotzdem in seinen Bann gezogen und ich freue mich auf die nächste Besteigung. Dann mit Aussicht!

Auf jeden Fall bin ich relativ spät im Planica-Tal direkt bei den Ski-Sprungschanzen aufgebrochen um mind. bis zur Tamar-Hütte mit dem Bike zu fahren. Dort bemerkte ich, dass dem Fahrverbot welches ab den Sprungschanzen gilt nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt wird, denn es parken etliche Autos bei der Tamar-Hütte.
Kurz nach der Hütte verstecke ich meinen Drahtesel im Unterholz und beginne flotten Schrittes den Anstieg Richtung Jalovec. Anfangs kurz durch immer lichter werden Mischwald und schon nach einer guten Halben Stunde beginnt das Schuttkar. Teilw. recht mühsam auf losem Geröll geht es scheinbar endlos nach oben. Ich wollte eigentlich eine Überschreitung machen und vor dem Kugy-Coloir nach links über die versicherte Steilstufe rauf. Doch als ich bemerkte, dass ich bereits um etliches höher als der Einstieg in diesen kleinen Klettersteig war wollte ich nicht mehr absteigen und ging im Schutt weiter nach oben um mich dann Richtung Kot-Sattel zu wenden. Von dort einem kurzem Rücken nach oben und bei ca. 2.300m beginn der nordseitige Anstieg auf den Jalovec. Etliche Seil- und Bolzenversicherte Stellen erleichteren das Vorankommen etwas. Ein Klettersteigset wäre hier überflüssig, denn gerade an den Schlüsselstellen, wo durchaus mal angepackt werden darf (ev. bis II. SG) sind keine Versicherungen angebracht.
Leider zogen im letzten Anstiegsstück immer mehr Wolken auf und so war ich auf den letzten paar Minuten ohne Aussicht Richtung Gipfel unterwegs. Das blieb auch während meiner kurzen Gipfelrast so und ich musste etwas entäuscht den Abstieg antreten. Schnell kam ich abwärts und als die Kletterstellen vorbei waren, habe ich den Weg beim Kot-Sattel gleich mal in einem direkten Schuttfeld abgekürzt. Auch der restliche Abstieg ging schnell und so war ich nach nicht mal 2 Stunden wieder bei der Tamar-Hütte. Für den Aufstieg habe ich übrigens knappe 4 Stunden benötigt.
Nach einem kleinen Bierchen fuhr ich mit meinem Rad die ca. 4-5km wieder zurück zu den Sprungschanzen und meinem Auto.
Auch wenn ich momentan etwas entäuscht aufgrund der fehlenden Aussicht war, so ist es jetzt noch ein Grund mehr bald wieder in diese Gegend zu fahren um dem Jalovec einen erneuten Besuch abzustatten. Vielleicht auch als Skitour durchs Kugy-Coloir?

Zur Dia-Show gelangt ihr per Klick auf das Bild:

Sonntag, 18. Juli 2010

Vom Rodresnock (2.310m) zum Mallnock (2.226m) - Wanderung in den Nockbergen am 18. Juli 2010

Zu einer schönen Wanderung in den Nockbergen sind wir heute aufgebrochen. Und sie war mit über 1.500 Höhenmetern und insg. 7 Gipfeln (Rodresnock-Falkert-Falkertköpfl-Hundshöhe-Steinnock-Klomnock-Mallnock) gar nicht so kurz.
Der Wetterbericht versprach ja für heute Sonntag im Süden Österreichs brauchbares Wanderwetter. Doch mein Bergkumpel kontaktierte mich bereits bald in der Früh und teilte mir mit, dass es in den Südalpen regnen würde und wahrscheinlich auch nicht so schnell aufhören wird. In der Steiermark war rel. schönes Wetter und so trafen wir bei Bad Kleinkirchheim um eine kleine Runde in den Nockbergen zu gehen. Wir kamen auch bis auf 1-2 Tropfen mit trockenem Haupt durch dir ganze Tour.
Jedem Besucher dieser Ecke sei eine Einkehr im Falkerthaus zu empfehlen - wir haben dort jeder eine fangfrische, fantastisch schmeckende Forelle genießen dürfen...

Mit Klick auf die Karte für Vergrößerung:


Einen kleinen Bildbericht könnt ihr hier anschauen (Klick auf das Bild für Vergrößerung in neuem Fenster)


Am Gipfel des Rodresnock ist dieses Panoramabild entstanden (jeweils Klick für Vergrößerung):


bzw. dieses hier am Mallnock:

Sonntag, 11. Juli 2010

Pyhrgasüberschreitung mit Flug vom Gr. Pyhrgas (2.244m) - Walk & Fly am 11. Juli 2010

Zu einer echten Schmankerltour sind wir heute (bzw. gestern schon) nach Spital am Pyhrn zur Gowilalm aufgebrochen. Nämlich zur Überschreitung vom Kleinen zum Großen Pyhrgas. Die Anreise schon am Vortag zu dieser ja gar nicht so langen Tour ermöglichte uns einen entspannten Abend mit tollem Sonnenuntergang und einen stressfreien zeitigen Start Richtung Kleinem Pyhrgas. Der frühe Start war nicht unwichtig, sollte es ja am Sonntag wieder sehr heiß werden. Nach kurzem Zustieg zur Hütte am Samstag Abend und fast genauso kurzer Nacht sind wir dann am Sonntag um kurz nach 7 Uhr Richtung Kleinem Pyhrgas aufgebrochen. Nach knappen 700hm sind wir bereits am Gipfel angelangt und es beginnt der schöne Teil des heutigen Tages - nämlich die Überschreitung zum Großen Pyhrgas. Ein echt schöner Grat, einige Kletterstellen im I. und leichten II. SG mit viel Gehgelände dazwischen verbindet die beiden aussichtsreichen Gipfel. Kurz vor dem Gipfel des Großen Pyhrgas sind wohl die schwierigsten Stellen zu überwinden. Doch auch die stellen uns vor keine großen Probleme und noch kurz vor 12 Uhr erreichen wir den höchsten Punkt des heutigen Tages.
Vorerst der höchste Punkt. Denn ich gehe nachher noch etwas höher. War es mir ja nicht zu blöd und ich habe bei der gesamten Tour meinen Gleitschirm mitgeschleppt. Unter einer doch recht großen Menge an staunenden Bergsteigern begann ich am Großen Pyhrgas meine Startvorbereitungen und war auch alsbald mal dahin. Ein paar Meter über die Südabbrüche des Berges hinweg und ich konnte schon massive Steigquoten von meinem Vario bemerken. Eine kurze Runde war nur vonnöten und ich konnte schon den Gipfel überfliegen und der staunenden Menschenmenge am Gipfel zuwinken. Nach ordentlichem Höhengewinn bis auf knapp 2.600m drehte ich ab und flog Richtung Bosruck. Auch dort konnte ich wieder etwas Höhe gewinnen und versuchte Richtung Wurzeralm zu fliegen. Doch ein starker Gegenwind machte mir die Talquerung unmöglich und ich bereitete mich auf eine Landung in der Nähe von Spital am Pyhrn vor. Auch dort war ziemlich starker Talwind und ich landete so ungünstig, dass mein Schirm über einem Hollerstrauch zu liegen kam. Nachdem ich daraufhin ca. 1 Stunde in brütender Hitze am Befreien der Leinen aus dem Strauch war konnte ich mir das verdiente Landebier beim Grundner richtig schmecken lassen.

Eine Videocollage dieser Tour könnt ihr hier anschauen (für Full-HD-Genuss auf "Watch on Youtube" klicken):



Diese Panorama-Bilder sind bei der Tour entstanden (Klick auf das Bild für Vergrößerung in neuem Fenster):

Abendstimmung bei der Gowilalm


Am Gipfel des Kleinen Pyhrgas


Unterwegs am Grat

Dienstag, 29. Juni 2010

Großglockner (3.798m) via Weg der Erstbegeher - Hochtour in den Hohen Tauern am 29. Juni 2010

An diesem Dienstag sollte der bisherige Höhepunkt meiner Bergsteigerkarriere erreicht werden. Nämlich durch die Besteigung des Großglockner - mit 3.798m der höchste Berg von Österreich. Doch schön der Reihe nach. Freitag Vormittag fragte ich kurz bei meinem Bergkumpel Martin an, ob er nicht Urlaub nehmen wolle für Montag/Dienstag - es wäre stabiles Bergwetter vorhergesagt. Auf die Frage was ich vor hätte, meinte ich nur, nichts großartiges, vielleicht Großglockner oder so...
Ihm gefiel die Idee und so sind wir Sonntag Abend auf die Großglockner-Hochalpenstraße gefahren um die erste Nacht im gemütlichen Wallackhaus zu verbringen (dort haben wir auch letztes Jahr im Juli ein paar schöne Tage verbringen dürfen). Montag Vormittag dann eine kleine Aufwärmrunde (siehe nächsten Post) und am Nachmittag dann zur Salmhütte. Wir kommen schon gegen 16 Uhr an und können den schönen Nachmittag in der ausgezeichnet geführten (übrigens von 2 Damen!) AV-Hütte sehr genießen. Doch solange wie andere Hüttenabende wird es sicher nicht werden, denn um 03:30 ist Tagwache. Frühe Startzeit bringt uns den enormen Vorteil den in der Nacht angefrorenen Schnee (und damit gut zu gehen) so lange wie möglich auszunutzen. Außerdem müssen wir noch einen langen Weg zum Auto absteigen und zurück nach Hause fahren.
Nach einem (teuren) aber reichhaltigem Thermofrühstück starten wir um kurz nach 4 Uhr früh los Richtung Hohenwartscharte. Steigeisen sind erst im letzten steilen Firnfeld direkt vor der Scharte notwendig. Die Scharte ist gut zu überwinden, alle Versicherungen sind schneefrei und auf der Scharte berühren uns die ersten Sonnenstrahlen des Tages...
Rasch gehen wir weiter zur Adlersruhe. Ich muss dort einige Zeit auf Martin warten, was ich in der höchstgelegenen Hütte Österreichs (Erzherzog-Johann-Hütte auf 3.454m) mache. Um kurz nach 07 Uhr erreichen wir den sog. "Bahnhof" auf ca. 3.600m und rüsten uns für den letzten, schwierigsten Abschnitt. Wir legen erneut Steigeisen an. Auch Sitzgurt und Pickel kommen nun zum Einsatz. Das Seil bleibt vorerst noch im Rucksack.
Wir erkennen bald, dass heute tatsächlicherweise sensationelle Verhältnisse herrschen. So bleibt das Seil auch während des restlichen Anstieges und auch im Abstieg im Rucksack. Der Schnee ist gut zu steigen - alles richtig gut durchgefroren. Der Anstieg auf den Kleinglockner erfordert direkt eine gewisse Eisklettertechnik. Auch der so berüchtigte Abschnitt zwischen Klein- und Großglockner über die obere Glocknerscharte (mit 3.766m die höchste Scharte Österreichs) ist gut zu begehen. Der Anfang des letzten Anstieges dann auf den Gipfel ist mit Steigeisen in gut gestuftem Fels zu absolvieren und so kann uns nichts mehr aufhalten die höchste Bergspitze Österreichs zu erreichen.

Momentan können wir den Augenblick wahrscheinlich gar nicht erfassen. Die fantastische Aussicht in alle Richtungen. Fast Windstille. Wenig andere Bergsteiger am Gipfel. Dann noch die ausgezeichneten Verhältnisse bei Traumwetter. Auch unsere Form läßt nicht zu wünschen übrig - konnten wir doch den Gipfel mit ordentlich Leistungsreserve innerhalb lockerer 4 Stunden ab Salmhütte erreichen. All das am höchsten Berg unseres so schönen Landes erleben zu dürfen wird uns diese Bergtour zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lassen.

Nach etlichen Fotos mit dem wunderbarem Kreuz, ordentlich Aussicht genießen und einem kleinen Bierchen treten wir nach einer Stunde am Gipfel wieder den Abstieg an. Auch jetzt hat es erst leicht aufzufirnen begonnen, so dass wir alles frei absteigen können und nach nicht mal einer Stunde eine kurze Rast bei der Adlersruhe genießen können. Ab hier geht es sehr schnell retour. Der Schnee ist mittlerweile schön weich geworden und wir können große Strecken schnell gehen oder sogar abrutschen. Nach 1 1/2 Stunden sind wir wieder bei der Salmhütte wo wir nach einer Stärkung und einer etwas längeren Pause unsere Hüttensachen wieder einpacken und den Retourweg über die Stockerscharte antreten. In angenehmer Zeit gegen 16 Uhr (aber nicht ohne vorher noch ein Souvenir für meine Kerstin einzuladen) erreichen wir dann doch ziemlich geschlaucht das Auto was uns nach einer erfrischenden Katzenwäsche mit Fußbad auch wieder sicher nach Hause bringt.
Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass uns die Zukunft noch weitere Bergerlebnisse ähnlicher Schönheit bringt - denn das war bisher DER Höhepunkt...

Für das Fotoalbum darf ich bitten auf das Bild zu klicken:


Karte (Klick für Vergrößerung):


Diese Panoramaaufnahmen konnte ich an diesen wunderbaren Tagen zusammenstellen (Klick auf das jeweilige Bild für Vergrößerung in neuem Fenster):

Ausblick beim Glocknerhaus kurz vor Start unserer Tour zur Salmhütte


Am Wiener Höhenweg zwischen Margaritzenstausee und Stockerscharte


Abendstimmung bei der Salmhütte


Sonnenaufgang bei der Hohenwartscharte


Kurz vor der Adlersruhe


Rundumblick aus 3.798m!!


Im Abstieg bei der Erzherzog-Johann-Hütte (3.454m)


Bei der Stockerscharte

Montag, 28. Juni 2010

Schareck (2.606m) - Bergtour in der Goldberggruppe am 28. Juni 2010

Als kleine Aufwärm- und Akklimatisierungstour für Morgen wollten wir heute Vormittag bevor wir zur Salmhütte aufbrechen was Kurzes gehen. Leider waren einige Gipfel direkt am Alpenhauptkamm in Wolken gehüllt. So fielen die schnell erreichbaren 3.000er wie Spielmann oder Brennkogel leider aus. Also sind wir den Geo-Trail zwischen Schareck und Hochtor gegangen. Genau recht mit ca. 600hm.

Ein kleines Fotoalbum gibt es hier:


Dieses Panoramabild ist am Felskopf etwas westlich des Schareck-Gipfel entstanden (Klick für Vergrößerung):

Sonntag, 27. Juni 2010

Eisenauer Alm (1.015m) & Suissensee - Bike & Hike & Swim am 27. Juni 2010

Einen kleinen Radausflug wollten meine Kerstin und ich heute machen. Nämlich auf die mir noch unbekannte Eisenaueralm südlich des Attersees. Wenn es sich zeitlich dann noch ausgehen sollte wollten wir noch zu Fuß auf den Schafberg weiter. Das ist sich dann doch nicht ganz ausgegangen - dafür aber waren wir beim wild-romantisch gelegenen Suissensee wo ich mir ein Bad im 8 Grad kalten Wasser nicht verkneifen konnte. Bei der Retourfahrt vom Mondsee zum Attersee ließen wir uns natürlich auch nicht lange bitten um mal kurz in den Mondsee zu springen...

Auch wenn wir nicht ganz am Schafberg oben waren, so kamen doch ca. 1.100hm (ca. 700 mit dem Bike) bei etwa 28km Fahrstrecke zusammen.

Ein Übersichtskarte mit der eingetragenen Route gibt es hier zu sehen (Grün=Bike, Gelb=Hike) - Klick für Vergößerung:


Für das Fotoalbum hier klicken: