Mittwoch, 5. Juni 2013

Steineck (2.260m) & Hühnerkogel (2.242m) - Bergtour in den Wölzer Tauern am 5. Juni 2013

Bei dem so instabilen Wetter der letzten Wochen gilt es jede Möglichkeit für eine Bergtour zu nutzen. So auch heute als Michael und ich in den Schöttlgraben bei Oberwölz fahren um eine kleine Runde über ein paar mir noch unbekannte Gipfel zu drehen.
Wir starten also am Parkplatz bei der Schöttlkapelle (ab hier Fahrverbot) und folgen der Forststraße (markierter Weg Nr. 12) durch den Wald rauf zur Halserhütte. Dort ergeben sich auch erstmals freie Blicke Richtung Süden. Von feinstem Bergwetter und tadelloser Fernsicht sind wir zwar noch immer weit entfernt, aber man wird ja eh Bescheiden. Zumal ja meist auch eine schöne Wolkenstimmung viel faszinierenden sein kann als der wolkenlose Himmel. Und unsere Gipfelziele sind frei und so steigen wir motiviert höher und höher. Nämlich auf unseren ersten Gipfel heute. Den 2.029m hohen Halserkogel.
Der weitere Weg zum höchsten Gipfel heute, dem 2.260m hohen Steineck zieht sich dann etwas. Doch angesichts der wunderbaren Aussichten, linkerhand zu Gstoder, Hochweberspitze und Hochreichart, bzw. rechts zu den Gipfeln um Umkreis des Lachtals fällt der Anstieg leicht und bald stehen wir am zweiten Gipfel heute. Wie schon während der letzten Touren ist es auch heute eiskalt und ein scharfer Wind verstärkt die gefühlte Kälte. So mache ich nur ein paar Fotos – sehr schön präsentieren sich von hier die nördlich gelegenen Rottenmanner Tauern sowie die Seckauer Tauern im Osten.
Wir gehen also schnell weiter dem nächsten Gipfel entgegen, dem 2.229m hohen Kühlnbein. Hier sind dann auch ein paar Abschnitte auf Schnee zu gehen – das klappt aber auch mit den Laufschuhen ganz gut.
Wir hoffen, dass sich die Sonne hinter den dichten Wolken im Westen nochmal zeigt, bevor sie endgültig untergeht und so geben wir etwas Gas um flott auf den nächsten Gipfel, dem 2.242m hohen Hühnerkogel zu gelangen. Als Kuriosum hat dieser Gipfel zwei Gipfelkreuze, wobei aber keines davon am höchsten Punkt steht. Eines etwas abgerückt Richtung Scharnitzgraben und das andere ein gutes Stück südlich Richtung Schöttlgraben. Wir genießen auf jeden Fall die fantastische Stimmung, wenngleich sich die Sonne doch nicht mehr so recht zeigen will.
Der weitere Abstieg führt uns dann flott über den Südgrat zur Hühnerbachhütte von wo wir die letzten Meter auf der steilen Forststraße absteigen. Zufrieden erreichen wir kurz nachdem es endgültig finster geworden ist wieder unser Auto bei der Schöttlkapelle.


Auf über 15km sind wir heute 1.250 Höhenmeter aufgestiegen.

Wie gewohnt hier der aufgezeichnete GPS-Track der Tour (zum Download einfach per Dropdown das gewünschte Dateiformat wählen und auf OK klicken):

 

Beim Aufstieg zum Steineck konnte ich heute dieses Panorama aufnehmen (Klick für Vergrößerung in neuem Fenster)


Fotos zur Tour mit tollen Sonnenuntergangsstimmungen wie immer hier (für Fotoalbum mit größeren Fotos in neuem Fenster HIER klicken):


Montag, 3. Juni 2013

Weißeck (1.743m) - Bergtour in den Lavanttaler Alpen am 3. Juni 2013

Nach einem erneut von Dauerregen geprägten Wochenende heißt es zumindest heute Abend die Gunst der Stunde zu nutzen und eine kleine Tour zu machen.
Höhere Gipfel stecken leider in den Wolken und auch sonst erscheint das Wetter nicht ganz stabil. Und so soll es was Kleineres werden. Und dazu haben Michael und ich das Weißeck, einen nördlichen Ausläufer der Seetaler Alpen ausgewählt.
Wir stellen dazu ein Auto in St. Georgen ob Judenburg ab und fahren weiter nach Scheifling wo wir direkt im Ort unsere Tour starten. Wir folgen dazu dem markierten Wanderweg, anfangs noch kurz über Asphalt, später dann auf einem feinen Steig durch den Wald immer Richtung Nordosten.
Während des eher eintönigen Anstieges durch den Wald passiert nicht viel aufregendes – erst auf ca. 1.500m-1.600m gelangt man bei einem Sattel in offenes Almgelände. Doch leider bietet sich uns keine gute Aussicht – dunkle Wolken schirmen die Sonne ab und die umliegenden Berge verstecken sich darin.
Das letzte Stück auf den Gipfel des Weißecks wird es dann sogar noch etwas mühsam, denn es liegt Neuschnee von den letzten Niederschlägen am Wochenende. Der nasse Neuschnee auf den grasigen Wegen sorgt für eine ordentliche Rutschpartie. Doch bald ist dann der mit einem Sender geschmückte Gipfel erreicht und wir halten uns nur kurz auf. Es ist nämlich bitterkalt, so kalt dass wir auf unser mitgebrachtes Gipfelbier verzichten und stattdessen gleich weiter gehen. Denn auch die Aussicht ist durch die Bewölkung sehr eingeschränkt. Schade. Denn das Weißeck müsste ein feiner Aussichtsgipfel sein.
Unser Weiterweg führt uns nun genau in nördliche Richtung auf einen namenlosen Gipfel mit der Höhe 1.609m. Bis dorthin sind keine großen Hindernisse zu überwinden und eine kleine Alm mit einer urigen Hütte ergibt nochmal ein schönes Bild.
Der weitere Abstieg Richtung Unzberg und Kühberg, Gipfel Nr. 3+4 heute, immer am Nordgrat entlang, wird dann etwas, sagen wir mal „rustikal“. Es ist mittlerweile finster geworden und der teils dichte Wald macht uns das Vorwärtskommen nicht gerade leichter. Plötzlich erschreckt uns dann ein den ganzen Wald durchdringendes Bellen. Doch ich kann den aufgrund der ungewöhnlichen Geräusche leicht nervösen Michael beruhigen und erkläre ihm, dass es sich um ein Reh handelt.
Aufgrund des völlig unwegsamen Geländes kommen wir etwas langsamer als gewünscht voran und so dauert es eine Zeit bis wir eine Forststraße unterhalb des Kühbergs finden und somit etwas entspannter den Rest durch den Georgner Graben bis nach St. Georgen absteigen – wo wir nun im mittlerweile immer stärker werdenden Regen, der uns schon eine Zeitlang begleitet, unser Gipfelbier schlürfen können…

Aufgrund der extremen „Ruachlerei“ zwischen Unzberg und Kühberg (der Rest war aber ganz OK) kann ich nur davor warnen unsere Tour nachzugehen...


Auf über 15km Wegstrecke sind wir heute in etwa 1.050 Höhenmeter aufgestiegen.

Wie gewohnt hier der aufgezeichnete GPS-Track der Tour (zum Download einfach per Dropdown das gewünschte Dateiformat wählen und auf OK klicken):

 

Ein kleines Fotoalbum zur Tour könnt ihr hier anschauen (für Fotoalbum mit größeren Fotos in neuem Fenster HIER klicken):


Dienstag, 28. Mai 2013

Hochleitenspitze (2.329m) - Bergtour in den Seckauer Alpen am 28. Mai 2013

Der heutige Dienstag soll der einzige schöne Tag in dieser Woche sein und so verwundert es nicht, wenn Michael und ich am Abend nach der Arbeit noch ausrücken wollen. Doch vorher müssen wir einen gewittrigen Schauer, der über Pöls zieht abwarten. So viel zum Thema schönster Tag der Woche.
Wir fahren dann etwas nach Norden ins Bärntal rein um uns den Gamskogel anzuschauen. Diesen Gipfel wollte ich im Winter schon mal besteigen. Doch damals mussten wir uns im völligen Whiteout mit der Hochleitenspitze zufrieden geben. Heute schaut es durchaus besser aus, wenngleich etliche höhere Gipfel, inbesondere nach Süden zu die Köpfe in die Wolken stecken. Bei uns scheint jedoch noch die Sonne und so starten wir hochmotiviert bei der Franzlbauerhütte in Richtung Felferhütte. Der auf meiner Karte eingezeichnete Wanderweg zum Gaaler Törl wurde anscheinend verlegt und führt nun westlich des Bärntalbaches Richtung Süden. Dort wollen wir aber nicht hin und so folgen wir ein paar Forststraßen und dem alten, nur mehr blass markierten Weg zur Felferhütte. Kurz nach der Hütte verlassen wir dann nach zwei Kehren die Forstraße um östlich in den steilen Wald rauf zu gehen. Wir wollen den Ostgrat, der in weiterer Folge zur Hochleitenspitze führt begehen.
Es geht sofort steil in den Wald rein und wir steuern direkt auf den Grat zu wo wir bald die Baumgrenze erreichen. Hier wird es zu unserer Verwunderung noch steiler und im extremen Steilgras mühen wir uns höher. Einen Felsriegel umgehen wir nördlich und nach etlichen weiteren steilen, aber nun besser zu gehenden Höhenmetern wird der Grat dann auch flacher. Und sehr zu unserer Freude eröffnen sich ganz wunderbare Blicke Richtung Norden in die Gesäuseberge. Insbesondere der Lugauer, der sich von hier als monumentales Horn präsentiert zieht unsere Blicke auf sich.
Aber es gibt nicht nur Positives heute. Denn erneut ist es bitterkalt und der scharfe Wind tut sein übriges zum Kältegefühl. Außerdem scheint es, als ob wir kein Glück mit den Wolken haben sollten. Der Gamskogel mit seinen 2.386m steckt in dicken Wolken und auch die um ca. 60m niedrigere Hochleitenspitze, auf der wir gleich ankommen hüllt sich immer wieder ein. So gehen wir die letzten paar Meter in Sichtlosigkeit auf die Hochleitenspitze, machen ein Gipfelfoto und gehen am markierten Südgrat wieder runter. Den Gamskogel, da sind wir uns einig, wollen wir nur bei guter Sicht besuchen.
Beim Abstieg, denn wir etwas in Richtung Westen abkürzen, werden wir dann Zeugen eines außergewöhnlich schönen Naturschauspiels. Während des Abstieges runter ins Tal öffnen sich im Westen die Wolken und die Strahlen der untergehenden Sonne brechen durch die Wolkendecke. Wie mit einem Schweinwerfer werden nur einzelne Flecken auf der Alm beleuchtet und wir genießen jeden Momenten dieses Spektakels. Alles paar Meter verändern sich Wolken- und Lichtstimmung und ich muss natürlich alles fotografisch festhalten - hier kann ich nur den Blick ins Fotoalbum empfehlen.
Mehr als zufrieden steigen wir dann den Rest ab und bei Dunkelheit erreichen wir unser Auto bei der Franzlbauerhütte.


Auf ca. 10km Wegstrecke sind wir heute etwas über 950 Höhenmeter aufgestiegen.

Wie gewohnt hier der aufgezeichnete GPS-Track der Tour (zum Download einfach per Dropdown das gewünschte Dateiformat wählen und auf OK klicken):

 

Ein Fotoalbum mit Aufnahmen der ganz außergewöhnlichen Stimmung während des Abstieges habe ich hier vorbereitet (für Fotoalbum mit größeren Fotos in neuem Fenster HIER klicken):


Sonntag, 26. Mai 2013

Schüttnerkogel (2.170m) & Zinkenkogel (2.233m) u.v.m. - Bergtour in den Rottenmanner Tauern am 26. Mai 2013

Es folgt ein weiteres verregnetes Wochenende in diesem Mai und so versuche ich mein Glück im Süden wo zumindest etwas besseres Wetter herrschen soll. War anfangs eine Tour im Bereich der Gleinalm geplant war ich ganz erfreut als mich bereits am Triebenpass ganz passables Wetter empfängt. Und so plane ich kurzfristig um und stelle mein Auto am Wandererparkplatz vorm Forstgut Pölsen ab.
Mein Plan sieht vor über Kohlmeisriedel, Schüttnerkogel, Steinwandkogel und Zinkenkogel zum Perwurzpolster (natürlich sollte auch der Perwurzgupf dran glauben) zu gehen und durchs Pölstal retour.
Ich folge also anfangs kurz dem Weg R3 (947) den ich aber bei einer Forststraßenkreuzung verlasse um den direkten Ostgrat Richtung Kohlmeisriedel rauf zu gehen. Trotz völliger Weglosigkeit um unteren Teil wo es steil durch den Wald bergauf geht klappt das wunderbar. Mehrmals sehe ich Rehe und sogar ein kapitaler Hirsch kreuzt direkt vor mir meinen Weg. Für ein Foto sind die scheuen Tiere aber einfach zu schnell, oder ich zu langsam?
Langsam lichtet sich dann auch endlich der Wald und die Aussichten in die umliegenden Berge werden immer umfangreicher. Gleichzeitig beginnt aber auch eine geschlossene Neuschneedecke und ich bin froh, doch die Bergschuhe und nicht die Laufschuhe angezogen zu haben.
Das Wetter präsentiert sich mittlerweile von seiner fast besten Seite, denn Richtung Süden und Westen erscheint immer öfter blauer Himmel und so wandle ich Großteils im Sonnenschein durch die frische verschneite Landschaft. Lediglich von Norden ziehen immer wieder Schneeschauer herein, was eine ganz spezielle Stimmung ergibt - Schneeschauer und gleichzeitig Sonnenschein. Meine Stimmung ist dementsprechend gut und ich genieße jeden Meter.
Der erste Gipfel, der 1.995m hohe Kohlmeisriedel entlockt mir zwar ein paar Schimpfworte, denn der Aufstieg zur Graterhöhung führt über verschneites Steilgras was somit noch rutschiger ist. Doch ab dann folgt wieder eine reine Genussetappe entlang des flachen Bergrückens rauf zum Schüttnerkogel (2.170m). Ich genieße die Aussichten, aufgrund der eiskalten Temperaturen und des Windes aber nur kurz. Außerdem wartet der nächste Gipfel auf mich - der 2.132m hohe Steinwandkogel. Der Weg dort hin bereitet keine großen Schwierigkeiten und bald stehe ich am 3. Gipfel heute.
War mein nächstes Ziel, der 2.233m hohe Zinkenkogel die meiste Zeit heute in den Wolken so ist er nun teilweise frei und ich muss nicht lange überlegen ob ich den auch noch mitnehme. Der Weg dort hin ist aber nun etwas anspruchsvoller und mit dem Neuschnee auch etwas mühsam. Ein paar felsige Aufbauten direkt am Grat umgehe ich links wobei ich schon eine Zeitlang den frischen Spuren einer Gams folge. Am Sattel direkt vor dem Zinkenkogel sehe ich das gute Stück dann auch schon auf mich warten. Nämlich auf einem Grathöcker oben am Gipfel höhnisch zu mir herab blickend. 230 Höhenmeter muss ich aber noch rauf um auch runter blicken zu können. Obwohl der finale Gipfelaufbau nun etwas steiler ist gelange ich einfach auf den höchsten Gipfel meiner heutigen Runde. Und ich habe nochmal Glück mit dem Wetter. Während meiner kurzen Gipfelrast bleibt der Gipfel frei von Wolken. Erst als ich mich an den Abstieg Richtung Norden mache ziehen dichtere Wolken aus dem Strechengraben herein. Ich gehe nun noch schnell auf den letzten Gipfel heute - den 2.082m hohen Perwurzgupf und in weiterer Folge runter zum Perwurzpolster - dem Sattel südlich der Bösensteine. Der Abstieg runter zum Sattel und weiter ins Pölstal kostet mir etliches an Nerven, denn auch hier sorgt der Neuschnee auf dem nassen Gras für ein zweifelhaftes Rutschvergnügen. Erst unten, auf ca. 1.600m wird der Schnee weniger und man kann wieder normal gehen ohne alle paar Meter am Arsch zu sitzen. Der weitere, lange Marsch entlang der jungen Pöls raus bringt keine besonderen Highlights mehr. Außer, dass ich auch hier nochmal alles Mögliche an Waldbewohnern zu Gesicht bekomme. Über Hasen, Eichkatzerl und erneut ein paar Rehe ist alles hier im Wald vertreten. Und diesmal reicht es auch für halbwegs brauchbare Fotos. Nachdem ich dann bei der Pölsenhube und in weiterer Folge wieder beim Forstgut Pölsen vorbeikomme erreiche ich wieder zufrieden meinen Ausgangspunkt.


Bei dieser Runde habe ich auf über 20km Wegstrecke ca. 1.450 Höhenmeter absolviert.

Wie gewohnt hier der aufgezeichnete GPS-Track der Tour (zum Download einfach per Dropdown das gewünschte Dateiformat wählen und auf OK klicken):

 

Am Schüttnerkogel ist dieses Panorama entstanden (Klick für Vergrößerung in neuem Fenster)


Und dieses hier zwischen Steinwandkogel & Zinkenkogel (Klick für Vergrößerung in neuem Fenster)


Das Fotoalbum zur Tour wie immer hier - diesmal sind auch ein paar HDR-Aufnahmen entstanden! (für Fotoalbum mit größeren Fotos in neuem Fenster HIER klicken):


Donnerstag, 23. Mai 2013

Sonntagskogel (2.229m) - Bergtour in den Seckauer Alpen am 23. Mai 2013

Kurzentschlossen starte ich auch heute Abend eine kleine Bergtour. Ich fahre dazu ins Bärntal gleich nördlich von St. Johann am Tauern. Kurz nach der Franzlbauerhütte starte ich meine Tour indem ich einen feinen Jagdsteig durch den sehr steilen Wald Richtung Norden folge. Ich erreiche bald das Schafkar wo ich eine wunderbare tierische Begegnung habe. Ein Rudel Steinböcke ist in den steilen Wiesenflanken am Äsen. Sie reagieren etwas geschreckt auf mein plötzliches Auftauchen und entfernen sich langsam bergwärts. Ich will sie aber auch gar nicht länger stören und gehe selber scharf nach Westen um den ausgeprägten Grat, der das Schafkar vom Weitgraben trennt zu erreichen. Dort verspreche ich mir auch die weitaus schöneren Aussichten als im Schafkar.
Und so ist es dann auch. Ich steige den wirklich wunderbaren Grat empor und ab ca. 1.700m Höhe liegen erste Schneeflecken aus der aktuellen Kaltfront rum. Leider ist es auch nicht mehr ganz so schön wie erwartet, bzw. als es bei der Anfahrt ein paar Kilometer weiter im Süden noch war. War anfangs der Gipfel zumindest noch sporadisch frei, so trete ich nun etwas unterhalb des Gipfels in den dichten Nebel. Und das bleibt auch so. Erst später beim Abstieg über den stellenweise winterlichen Ostgrat komme ich erst kurz vor dem Triebener Törl wieder aus der Wolke hervor. Doch ich finde das nicht weiter schlimm, denn während des Anstieges konnte ich ja ein paar stimmungsvolle Momente erleben - ganz zu schweigen von der tollen Sichtung der Steinböcke. Der weitere Abstieg vom Triebener Törl runter durchs Frattental bringt keine besonderen Vorkomnisse mehr und geht auch flott von statten.
Fazit: wunderbare kleine Abendtour auf einem tollen unmarkierten Steig bzw. Grat die ich sicher nicht zum lezten Mal gemacht habe.


Auf ca. 7km Wegstrecke waren ca. 850hm Anstieg zu absolvieren.

Wie gewohnt hier der aufgezeichnete GPS-Track der Tour (zum Download einfach per Dropdown das gewünschte Dateiformat wählen und auf OK klicken):

 

Ein paar Fotos - inkl. Aufnahmen von den faszinierenden Steinböcken - seht ihr hier (für Fotoalbum mit größeren Fotos in neuem Fenster HIER klicken):


Dienstag, 21. Mai 2013

Kreiskogel (2.306m) & Zirbitzkogel (2.396m) - Bergtour in den Lavanttaler Alpen am 21. Mai 2013

Heute Abend sollte das schon seit Wochen unbeständige Wetter zumindest eine kleine Tour zulassen. Den ersten Plan einer Tour in den Triebener Tauern verwerfe ich angesichts der dunklen Wolken die dort durchziehen und kurzfristig fahren Michael und ich runter nach Judenburg um dann via Oberweg und Schmelz rauf zur Winterleitenhütte zu fahren.
Von dort geht es nun um den Kleinen Winterleitensee rum rauf zum Großen und in weiterer Folge rauf in den Sattel zwischen Speikkogel und Kreiskogel – unserem ersten Gipfelziel. Vorher muss aber die 400hm lange Gipfelflanke bezwungen werden. Was aber recht flott von statten geht. Einerseits aufgrund der anregenden Plaudereien über zukünftige Gipfelziele und der immer besser werdenden Aussicht. Die Stimmung ist ganz wunderbar und in der allerschönsten Nachmittagssonne steigen wir höher und höher. Mittlerweile hat sich die Änderung des Tourenzieles auch bestätigt, denn nördlich der Mur ziehen ganz dunkle Wolken durch und weiter im Norden dürfte ein ordentliches Gewitter wüten. Bei uns aber gibt es blauen Himmel und nur harmlose Wolken und so erreichen wir zufrieden den Kreiskogel. Einzig der eiskalte Wind macht es heute richtig ungemütlich und wir bleiben nicht lange. Der Kreiskogel (2.306m) und unser nächstes Ziel, die Ochsenbodenhöhe (2.292m) bedeuten für mich zwei neue Gipfel für meine Sammlung.
Ob der sich nun schnell senkenden Sonne steigen wir flotten Schrittes dem Scharfen Eck entgegen, welches wir aber links liegen lassen und gleich dem Zirbitzkogel entgegen gehen. Kurz bevor wir den Gipfel erreichen versteckt sich die Sonne hinter den dichten Wolken im Norden welche einen schönen Sonnenuntergang verhindern. Das macht aber nicht viel, durfte ich ja vor genau zwei Monaten einen sensationellen, wenngleich auch kalten Sonnenaufgang hier erleben. A propos kalt. Auch heute ist es wieder richtig kalt und davon zeugen nicht nur unsere kalten Finger, dich sich in den nur dünnen Handschuhen kaum erwärmen lassen, sondern auch der Anraum der sich von der gestrigen Schlechtwetterfront noch am Gipfelkreuz befindet.
So bleiben wir auch hier nicht lange und beginnen gleich mit dem Abstieg, der uns anfangs wieder zurück zum Scharfen Eck bringt. Dort biegen wir nun rechts ab und steigen durch den Ochsenboden runter zu den Winterleitenseen. Es ist mittlerweile so lange hell, dass wir ohne Stirnlampe retour zur Winterleitenhütte kommen und zufrieden stoßen wir hier mit dem Gipfelbier an - oben war es einfach zu ungemütlich dafür.


Auf ca. 11km Wegstrecke sind wir heute 850 Höhenmeter aufgestiegen.

Wie gewohnt hier der aufgezeichnete GPS-Track der Tour (zum Download einfach per Dropdown das gewünschte Dateiformat wählen und auf OK klicken):

 

Von der Ochsenbodenhöhe habe ich heute dieses Panorama aufgezeichnet (Klick für Vergrößerung in neuem Fenster)


Ein kleines Fotoalbum der Tour habe ich wie immer hier anzubieten (für Fotoalbum mit größeren Fotos in neuem Fenster HIER klicken):


Samstag, 18. Mai 2013

3 Bundesländer - 4 Pässe - Rennradrundfahrt im Salzkammergut am 18. Mai 2013

Rainer und ich haben uns am heutigen Samstag in Bad Ischl bzw. Pfandl getroffen um eine kleine Runde durch unser wunderbares Salzkammergut zu drehen. Dazu fahren wir bei anfangs noch verhaltenem Wetter mit reichlich Restbewölkung Richtung Wolfgangsee um dann bei Strobl die Bundesstraße zu verlassen und die nun deutlich einsamere Postalmstraße raufzufahren.

Freitag, 17. Mai 2013

Brunnkogel (1.708m) - Bergtour im Höllengebirge am 17. Mai 2013

Kaum zurück aus dem Urlaub in den Abruzzen müssen die letzten freien Tage noch genutzt werden und so verschlägt es uns heute wieder mal ins Höllengebirge. Es ist noch gar nicht lange aus, dass wir mit den Tourenski am Brunnkogel waren und was damals in der Abfahrt aufgrund der Schneeverhältnisse bzw. Witterung nicht geklappt hat wollen wir uns heute im Aufstieg geben.

Dienstag, 14. Mai 2013

Blockhaus (ca. 2.100m) - Rennradtour in den Abruzzen am 14. Mai 2013

Hier in den Abruzzen herrscht leider noch immer kein stabiles Wetter und zu allem Überfluss ist uns letzten Samstag auch noch unser Bus kaputt geworden. So habe ich die Hoffnung auf eine ordentliche Radtour ins Gebirge rein schon fast aufgegeben. Doch das Schicksal meinte es nochmal gut mit mir und schickte für den heutigen Dienstag nochmal einen Tag mit feinem Wetter. Da unser Wagen erst Morgen fertig wird steht mir der ganze Tag zur Verfügung und so beschließe ich das Blockhaus auf ca. 2.100m im Nationalpark Majella zu besuchen. Und richtig fair ist es ja eh nur wenn ich direkt hier am Campingplatz in Roseto wegfahre. Das bedeutet dann 182km mit ca. 2.600hm - lt. Karte.

Donnerstag, 9. Mai 2013

Corno Grande (2.912m) - Gran Sasso d'Italia - Bergtour in den Abruzzen am 9. Mai 2013

Für den heutigen Donnerstag war das erste Mal seit gut einer Woche richtig schönes Wetter vorhergesagt. Und das habe ich natürlich gleich genutzt um mein primäres Ziel in diesem Frühlings-Urlaub in den Abruzzen zu erreichen. Nämlich die Besteigung des Corno Grande. Mit 2.912m der höchste Gipfel des Gebirgsstockes Gran Sasso d’Italia mitten in den Abruzzen gelegen. Mit einer Schartenhöhe von 2.476m ist dieser Gipfel der höchste im Umkreis von ca. 450km (zwischen den Alpen & dem Ätna in Sizilien) und so übt er schon alleine auf dem Papier eine ungeheure Anziehungskraft auf mich aus.